Samstag, 9. Dezember 2017

Neues aus dem RLS Afrikareferat


Liebe Afrikainteressierte, KollegInnen und FreundInnen,
wir möchten Euch auf Publikationen und Veranstaltungen aus unseren Projektregionen aufmerksam machen.

Publikationen


Wie lange hält sich Mugabe noch?
Erste Einschätzung zum Putsch in Simbabwe

Während viele Leute auf der Straße die Machtübernahme des Militärs in Zimbabwe feiern, hält Robert Mugabe weiter an seinem Präsidentenamt fest. Die Opposition und zivilgesellschaftliche Gruppen erwarten angesichts personeller Kontinuitäten wenige Verbesserungen.
Jörn Jan Leidecker, Büroleiter in Johannesburg, mit einer ersten Einschätzung zur politischen Situation in Simbabwe. Weitere Analysen werden zeitnah folgen.
Zu der Publikation hier

Die zweiten „Ateliers de la Pensée“ in Dakar
Auf der Suche nach Ideen und möglichen Antworten


Achille Mbembe und Felwine Sarr organisierten die zweite Ausgabe der „Ateliers de la Pensée“. Neben Intellektuellen aus Afrika und der Diaspora wurden auch afrikanische KünstlerInnen eingeladen, um unter der Überschrift „Condition Planétaire et Politique du Vivant“ ein breites Themenfeld zu diskutieren, wie Armin Osmanovic, Büroleiter in Dakar, berichtet.

Zu der Publikation hier


Earthlife Africa Johannesburg’s Victory against Russian Nuclear Power

Eine Schlacht zwischen David gegen Goliath wurde das Verfahren genannt. Earthlife Africa konnte durch ein Gerichtsverfahren und öffentliche Kampagnen den geplanten Bau von acht Atomkraftwerken bis 2030 durch das Staatsunternehmen Rosatom verhindern. Tristen Taylor beschreibt die Kämpfe aus einer persönlichen Reflektion heraus.
Zu der englischen Publikation hier

Veranstaltungen
  

Madgermanes – „diese Deutschen“
Kurzfilm und Gespräch zur Situation ehemaliger mosambikanischer Vertragsarbeiter*innen in der DDR
07.12.2017 | 19:00 Uhr | Halle 14 in der Baumwollspinnerei, Spinnereistraße 7, 04179 Leipzig

Seit mehr als 20 Jahren versammeln sie sich regelmäßig und organisieren den Kampf um ihren Lohn: Zwischen vier und 12 Jahren haben mosambikanische Vertragsarbeiter*innen in der DDR gearbeitet. Bis zu 60 Prozent ihres Lohnes wurden einbehalten – den sollten sie nach ihrer Rückkehr nach Mosambik bekommen, wurde ihnen gesagt. Erhalten haben die meisten von ihnen davon bis heute jedoch nichts.
Sie berichten von ihrer Zeit in der DDR, von Erwartungen, dem Leben in der Fremde, ihrem Arbeitsalltag und der Freizeitgestaltung, aber auch von Rassismus.
Im Anschluss an den Kurzfilm erzählen Ibraimo Alberto, ehemaliger Vertragsarbeiter aus Mosambik, und Ralf Straßburg, ehemaliger Mitarbeiter des Arbeitsministeriums und zuständig für die in der DDR lebenden Mosambikaner*innen, im Gespräch mit Julia Oelkers (Filmemacherin) von ihren Erfahrungen. 
Jörg Depta, Forscher und freiberuflicher Journalist wird das Podium mit seiner Perspektive auf den strukturellen Rassismus in der DDR um einen lokalen Bezug erweitern.Weitere Informationen hier

Die dritte Welt im Zweiten Weltkrieg

Ausstellung ab 13.11.2017 | offenes Projekt- und Abgeordnetenbüro Interim by linXXnet, Demmeringstr. 32, 04177 Leipzig

Ein vergessenes Kapitel der Geschichte.
Millionen Soldaten aus Afrika, Asien und Ozeanien haben im Zweiten Weltkrieg gekämpft, um die Welt vom deutschen und italienischen Faschismus sowie vom japanischen Großmachtwahn zu befreien. Sowohl die faschistischen Achsenmächte als auch die Alliierten rekrutierten in ihren Kolonien Hilfstruppen und Hilfsarbeiter oftmals mit Gewalt. Hunderttausende Frauen waren Opfer sexueller Gewalt. Rekruten aus den Kolonien mussten sich mit weniger Sold, schlechteren Unterkünften und geringeren Kriegsrenten als ihre «weißen Kameraden» zufrieden geben. Weite Teile der sogenannten „Dritten Welt“ dienten auch als Schlachtfelder und blieben nach Kriegsende verwüstet und vermint zurück. Doch so gravierend die Folgen des Zweiten Weltkriegs auf dem afrikanischen Kontinent auch waren, in der hiesigen Geschichtsschreibung kommen sie nicht vor.
Die in 10-jähriger Recherche durch das Rheinische JournalistInnenbüro erarbeitete Ausstellung bietet einen umfassenden Einblick in die globale und in Europa vergessene Dimension des Zweiten Weltkrieges.
Weitere Informationen hier

Die Ausstellung wird mit Unterstützung des Regionalbüros Johannesburg und südafrikanischer Partnerorganisationen seit Sommer 2017 auch in Südafrika gezeigt: Vom 16. August bis 16. Dezember 2017 im Freedom Park in Pretoria, ab Anfang 2018 im Holocaust & Genocide Centre in Johannesburg und danach im Steve Biko Centre in King Williams Town.

Dokumentation

Preisdruck und Arbeitsbedingungen in Agrarlieferketten
Delegation der südafrikanischen Gewerkschaft CSAAWU zu Besuch

Löhne unter dem Existenzminimum, mangelhafte Unterkünfte, aggressive Verhinderung gewerkschaftlicher Organisierung – die Arbeits- und Lebensbedingungen von LandarbeiterInnen im Westkap in Südafrika sind hart. Arbeitsbeziehungen, die an Apartheidzeiten erinnern, sind Realität inmitten einer Exportregion, die versucht den europäischen Markt zu erobern. Die Delegation der Gewerkschaft CSAAWU unternahm im Oktober eine Vernetzungsreise nach Deutschland, Dänemark und Spanien, unterstützt von der RLS, KASA und Brot für die Welt.
Die Dokumentation zeigt zwei Panels zu Kämpfen von LandarbeiterInnen im 21. Jahrhundert und die  Bedeutung von gewerkschaftlichen Akteuren entlang der Lieferkette.
Zur Dokumentation hier



Viele Grüße

Das Afrikareferat der RLS
 




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