Sonntag, 6. März 2016

Berta Caceres, Koordinatorin von COPINH wurde ermordet!


Gestern, am 3. März gab der Zivile Rat der Indigenen- und Volksorganisation von Honduras (COPINH) bekannt, dass seine langjährige Koordinatorin Berta Cáceres ermordet wurde. Gegen 1 Uhr morgens drangen die Mörder in ihr Haus ein.
Wir sind zutiefst bestürzt und besorgt über die Dimension der Gewalt gegenüber Menschenrechtsverteidiger*innen in Honduras.
Berta Cáceres wurde bereits seit Jahren massiv bedroht. Dennoch führte sie unermüdlich ihren Kampf für die Rechte der Indigenen, über ihr Territorium selbstbestimmt zu verfügen. Für ihr Engagement wurde ihr 2015 der renommierte Goldman Prize verliehen. Sie setzte sich gegen den Bau des Staudamms Agua Zarca ein, der das Territorium von indigenen Lenca-Gemeinden zerstören würde. An dem Projekt ist auch die deutsche Firma Siemens mit ihrem Joint-Venture Voith Hydro beteiligt. Zuletzt hatten die Diffamierungen seitens der Betreiberfirma DESA gegen Berta Cáceres massiv zugenommen.
Unsere Solidarität gilt der Familie und Freund*innen, den Compas von COPINH; ebenso Gustavo Castro Soto, u.a. Mitglied der Organisation Otros Mundos Chiapas, der während des Mordes anwesend war und verletzt wurde.
Wir fordern ein Ende der Straflosigkeit und die lückenlose Aufklärung dieses heimtückischen Mordes. Auch die intellektuellen Drahtzieher gehören verurteilt!
Wir fordern die honduranische Regierung auf, den Mord aufzuklären, die Schuldigen zu verurteilen und die Sicherheit des Compañero Gustavo Castro (Otros Mundos Chiapas) zu gewährleisten.
Wir fordern ebenfalls die Mitglieder des Europäischen Parlaments und des Deutschen Bundestags dazu auf, sich entschieden für die Aufklärung des Mordes an Berta Cáceres einzusetzen, die Verurteilung der Täter einzufordern, damit die Morde an honduranischen Menschenrechts- und Umwelt-Aktivist*innen endlich beendet werden!

Veranstaltungen

Publikationen

    • BERGBAUBOOM IN LATEINAMERIKA

      Factsheet Lateinamerika
      Der Bergbau boomt in Lateinamerika. Unabhängig von ihrer politischen Ausrichtung fördern die Regierungen den Rohstoffabbau und -export massiv. Die sozialen und ökologischen Folgen sind gravierend – und sorgen in Lateinamerika für kritische Debatten über die Rolle des Bergbaus. Auch in der Europäischen Union (EU), dem größten Rohstoffimporteur der Welt, steht die Rohstoffpolitik vermehrt im Fokus der Kritik.
      Fact-Sheet
      Tobias Lambert
      FDCL
    • Bildungsmaterial zu Klimaschutz und Klimapolitik

      für die Sekundarstufe II
      Der Klimawandel ist eines der drängendsten Probleme unserer Zeit. Warum ist nach jahrzehntelanger Klimapolitik weiterhin keine Lösung in Sicht? Wie wird Klimaschutz gemacht – und wo finden sich dabei leider auch viele Widersprüche und Probleme? Welche Strategien wären tatsächlich notwendig? Zur Auseinandersetzung mit diesen Fragen wurden verschiedene Bildungsbausteine für die Sekundarstufe II entwickelt.
      Unterrichtsmaterialien
      FDCL e.V. und F&T Watch
  • GREEN GRABBING UND BIOÖKONOMIE IN LATEINAMERIKA

    Land, Wald und Wasser im Visier von Klimaschutz und Profit
    Die sogenannte Green Economy gibt dem Kapitalismus neuen Wind. Die bisher auf fossilen Energieträgern aufbauende Ökonomie wird nun immer mehr von bio-basierter Energie grün angeheizt. Vermeintlich grünes Wachstum, aufbauend auf der sogenannten Bioökonomie, ist die neue Versprechung, um unseren Lebensstil im Globalen Norden nicht der Realität anzupassen. Biomasse für Energiegewinnung muss jedoch zunächst auf Land wachsen – Konflikte um Land sind programmiert. Green Grabbing ist das Stichwort, das bei Landnahmen im Namen der Ökologie fällt. Mit diesem Dossier wollen die Lateinamerika Nachrichten und das Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile Lateinamerika (FDCL) gemeinsam durchleuchten, was Bioökonomie ausmacht und was Green Grabbing eigentlich bedeutet.
    Dossier
    LN und FDCL
FDCL - Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika e.V.
phone: +49 (0)30 6934029
e-mail: info@fdcl.org
internet: www.fdcl.org
Gneisenaustr. 2a * Im Mehringhof * 10961 Berlin

Vereinsregister-Nr. 5010 Nz * Amtsgericht Charlottenburg
1. Vorsitzende Petra Schlagenhauf



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